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Deutsches Bündnis gegen Depression e.V.



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Depression und medizinische Erkrankungen
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Depression und medizinische Erkrankungen


Donnerstag, 2. Juni 2005, 19.00 Uhr; im großen Hörsaal des Transitoriums der Universität zu Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck
Depression und medizinische Erkrankungen

Ein wissenschaftlicher Vortrag im Rahmen der Sitzung der Medizinischen Gesellschaft zu Lübeck, Referent: Prof. Dr. Ulrich Schweiger, stellvertretender Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.Spacer
Depressive Störungen sind ein wichtiger Risikofaktor für viele Erkrankungen, die dem Spektrum des metabolischen Syndroms zugeordnet werden können. Menschen mit einer depressiven Störung haben insbesondere ein höheres Risiko an Diabetes mellitus, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Osteoporose zu erkranken. Die Morbidität und Mortalität nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall ist erheblich höher, wenn gleichzeitig eine depressive Erkrankung besteht. Die Ereignisketten, die zu diesem Zusammenhang führen, sind teilweise bekannt. Eine Reihe von Faktoren ist geeignet zu einer anhaltenden Verstellung der Setpoints des Allokationssystems zu führen, das die Verteilung der metabolischen Energie insbesondere zwischen Gehirn, Fettgewebe und Muskulatur regelt. Hierzu gehören pränatale Entwicklungsstörungen mit niedrigem Geburtsgewicht, ungünstige Lebensbedingungen in der Kindheit, Traumatisierung, schwere körperliche Erkrankungen, toxische Substanzen, chronische Stressbelastung insbesondere in Verbindung mit inadäquater Stressbewältigung, Bewegungsmangel. Beeinträchtigung der Stimmung ist vermutlich eng mit einer Dysregulation des Allokationssystems verbunden. Bei typischen Depressionsformen besteht eine vermehrte Allokation von Glukose zum Gehirn mit allgemeiner Gewichtsabnahme, aber Zunahme des viszeralen Fettgewebes. Bei atypischen Depressionsformen besteht zunächst eine verminderte Allokation, was zunächst zu einer Gewichtszunahme führt, sekundär aber das Stresshormonsystem erheblich belastet. Die Zunahme des viszeralen Fettgewebes und die Dauerbelastung des Stresshormonsystems sind letztlich die vermittelnden Faktoren für die kardiovaskuläre Morbidität. Erste Pilotstudien untersuchen, inwiefern psychotherapeutische und psychopharmakologische Interventionen geeignet sind, die Belastung depressiver Patienten durch körperliche Erkrankungen zu vermindern.   

 

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