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Deutsches Bündnis gegen Depression e.V.



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Nachbericht: "Depression ist behandelbar"
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Nachbericht: "Depression ist behandelbar"



Nachbericht: "Depression ist behandelbar"

Depression ist behandelbar

Vorurteile gegenüber der Behandlung

Am 10.Dezember 2014 waren 250 Ärzte, Therapeuten, Angehörige und Interessierte in den Bonner Universitätsclub gekommen um sich Vorträge anzuhören, an Informationsständen wissenswertes über Hilfsangebote aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zu erfahren und mit Betroffenen aus Depressionsselbsthilfegruppen zu reden.

In acht Kurzvorträgen wurden die üblichen Vorurteile bei der Behandlung von Depressionen widerlegt.

Medikamente machen nur süchtig

Frau Dr. Kayser zeigte die Wirkungen und Nebenwirkungen der unterschiedlichen Medikamente die bei der Depressionsbehandlung zum Einsatz kommen. Dann stellte sie fest, dass nicht jeder an Depressionen Erkrankte medikamentös behandelt werden muss und das Antidepressiva nicht süchtig machen.

Psychotherapie: Quatschen bringt nichts

Die Psychotherapie ermöglicht dem Patienten im Gespräch mit dem Therapeuten die Perspektive zu wechseln, Wohlwollen gegenüber sich selbst zu entwickeln (Selbstfürsorge), neue Beziehungserfahrungen zu machen und Gefühle zu zulassen – zu regulieren und neu zu nutzen. Gefühle zu nutzen die heilsam sind und gut tun.

In Selbsthilfegruppen wird nur gejammert

In Selbsthilfegruppen erfahren die depressiven Menschen, dass sie nicht allein das Problem haben, dass sie dazu gehören und gebraucht werden, dass sie im achtsamen Umgang miteinander sich und anderen helfen können. Die Hilfe der Gruppe ist verstehbar und handhabbar. Jeder ist wichtig für die Gruppe, auch als Zuhörer – wo hört heute noch jemand zu? Über 80% der Gruppenteilnehmer sagen: Die Gruppe hat mir den Lebensmut wiedergegeben.

Klinik, die sperren dich nur weg

Bei der Behandlung von depressiven Menschen geht immer ambulant vor stationär. Indikationen für eine stationäre Behandlung sind Suizidalität, psychotische Symptome und bisherige Therapieresistenz. Die Behandlung von Depressionen erfolgt auf Schwerpunkt-Stationen, von geschulten therapeutischen Teams mit einem ganzheitlichen Ansatz. Es gibt z.B. Gruppentherapie, Achtsamkeitstraining und Genussgruppen. Auch die Angehörigen werden mit einbezogen.

Hausarzt, der kennt sich doch nicht aus

Da der Hausarzt nicht auf ein Organsystem begrenzt ist wie die Spezialisten, kann er soziale, körperliche und seelische Ursachen berücksichtigen. Damit kann er z.B. die vermeintlichen Rückenschmerzen als Depression erkennen und diagnostizieren. Der Hausarzt kann sofort eine Therapie oder Psychotherapie einleiten oder zum Spezialisten überweisen. Damit ist er Problemlöser oder auch Lotse im System.

Strom macht das Hirn kaputt

Die moderne Behandlung mit Strom hat nichts mehr mit der folterähnlichen Methode von „Einer flog übers Kuckucksnest“ zu tun. Heute werden nur therapieresistente Depressionen mit kurzimpulsigen Rechteckwellen, mit einer individuellen Dosis von 900 mA und zwischen 0,5 – 8 Sekunden behandelt. Dieser hohe Sicherheitsstandart  bewirkt, dass dieses Verfahren von den schwerstkranken    oft suizidgefährdeten Patienten selbst als gut bis sehr gut beurteilt wird.

Nach jedem Vortag hatten die Zuhörer noch Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Referenten zu diskutieren.

Fazit der Veranstaltung ist, nicht jede Behandlung wirkt bei jedem Patienten sofort. Oft müssen verschiedene Methoden ausprobiert, kombiniert oder auch nacheinander eingesetzt werden. Aber mit Geduld und einem langen Atem kann den allermeisten Depressiven geholfen werden.

 

 

 

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